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Lookalike Audience erklärt: So findest Du Kunden, die wirklich passen

Lookalike Audience erklärt: So findest Du Kunden, die wirklich passen

Wer online wirbt, will vor allem eines: die richtigen Menschen erreichen. Doch wie findest Du Zielgruppen, die sich wirklich für Dein Produkt interessieren? Eine besonders effektive Möglichkeit bietet die sogenannte Lookalike Audience. Sie basiert auf bestehenden Kundendaten und hilft Dir, Personen anzusprechen, die Deinen aktuellen Kunden in Verhalten und Interessen ähneln. In diesem Artikel erfährst Du, was eine Lookalike Audience genau ist, welche Vorteile sie bietet, auf welchen Plattformen Du sie erstellen kannst und wie das in der Praxis Schritt für Schritt funktioniert.

Definition: Lookalike Audience

Eine Lookalike Audience ist eine von Werbeplattformen automatisch generierte Zielgruppe, die Nutzern ähnelt, die bereits mit Deinem Unternehmen interagiert haben. Sie basiert auf einer sogenannten Custom Audience, also einer bestehenden Datenquelle wie Deinen Website-Besuchern, Newsletter-Abonnenten oder Kunden. Die Plattform analysiert mithilfe von Algorithmen oder KI die Merkmale dieser Nutzer – etwa demografische Daten, Interessen oder Verhaltensmuster – und identifiziert daraufhin Personen mit ähnlichen Profilen.

Der große Vorteil: Anstatt ins Blaue zu werben, kannst Du mit Lookalike Audiences gezielt Menschen ansprechen, die eine hohe Wahrscheinlichkeit haben, sich für Dein Angebot zu interessieren. Das erhöht die Relevanz Deiner Werbeanzeigen, reduziert Streuverluste und macht Dein Performance Marketing deutlich effizienter.

So funktioniert’s in der Praxis: Du gibst einer Plattform wie Facebook, LinkedIn oder Google eine Quelle (z. B. Deine Kundendaten), und der Algorithmus erstellt daraus eine Lookalike Audience. Diese Zielgruppe kannst Du dann für Deine Werbekampagnen nutzen – und damit neue potenzielle Kunden erreichen, die Deinen Bestandskunden sehr ähnlich sind.

 

Vorteile einer Lookalike Audience

Lookalike Audiences sind besonders wertvoll, wenn Du Dein Performance Marketing auf das nächste Level bringen willst. Sie bieten Dir eine datenbasierte Möglichkeit, neue Zielgruppen zu erschließen – und das effizienter als mit herkömmlichem Targeting. Der große Vorteil liegt darin, dass Du nicht bei null anfangen musst: Du nutzt bereits bestehende Daten über Deine Kunden, um neue potenzielle Interessenten zu erreichen. Das spart Zeit, Geld und steigert die Erfolgsquote Deiner Kampagnen erheblich.

Hier die wichtigsten Vorteile im Überblick:

  • Höhere Relevanz: Da Lookalike Audiences auf Deinen Bestandskunden basieren, erreichst Du Personen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit ähnliche Interessen, demografische Merkmale oder Verhaltensweisen aufweisen. Das erhöht die Chance, dass Deine Anzeige auf echtes Interesse stößt – was sich in besseren Klickraten und Interaktionen niederschlägt.
  • Effizientere Werbekosten: Die zielgenaue Ausspielung reduziert Streuverluste. Das bedeutet: Weniger Budget verpufft bei Nutzern, die ohnehin nie konvertieren würden – und Du investierst gezielt in die richtigen Kontakte.
  • Skalierbarkeit: Wenn Deine ursprüngliche Zielgruppe zu klein ist, helfen Lookalike Audiences dabei, diese automatisch zu erweitern – und das ohne manuellen Aufwand. Du kannst so systematisch wachsen, ohne auf Zufall oder Bauchgefühl angewiesen zu sein.
  • Bessere Performance: Zahlreiche Tests und Studien belegen: Kampagnen, die auf Lookalike Audiences setzen, erzielen häufig bessere Ergebnisse – von höheren Klickraten über längere Verweildauern bis hin zu mehr Conversions.
  • Einfaches Setup: Die Erstellung einer Lookalike Audience ist in den meisten Plattformen intuitiv und schnell erledigt. Du brauchst keine tiefgreifenden technischen Kenntnisse, sondern lediglich eine solide Ausgangsbasis – etwa Deine Kundendaten oder Website-Besucher.

Wichtig: Die Qualität Deiner Lookalike Audience hängt immer von der Qualität Deiner Ausgangsdaten ab. Je sauberer und aktueller Deine Kundendaten oder Website-Zielgruppenlisten sind, desto besser performen Deine Lookalike-Kampagnen

 

Lookalike Audiences auf Facebook & Co.

Lookalike Audiences sind kein Facebook-exklusives Feature mehr – inzwischen bieten viele Plattformen die Möglichkeit, Zielgruppen basierend auf bestehenden Daten zu erstellen. Dabei analysieren die jeweiligen Algorithmen Verhaltensweisen, Interessen und demografische Merkmale Deiner bisherigen Kunden und erstellen daraufhin passende Lookalike Audiences. Das macht Lookalike Audiences zu einem kanalübergreifenden Erfolgsfaktor im Performance Marketing.

Besonders spannend: Jede Plattform hat ihre eigene Herangehensweise und Spezialisierung, je nachdem, welche Zielgruppen dort aktiv sind und welche Datenquellen genutzt werden können. Je nach Plattform heißen diese Zielgruppen unterschiedlich (Lookalike, Similar Audience, Audience Expansion oder Optimierte Zielgruppen), funktionieren aber nach einem ähnlichen Prinzip: Aus bestehenden Nutzerdaten wird eine neue, ähnliche Zielgruppe berechnet. Ein kurzer Überblick über die wichtigsten Kanäle:

  • Facebook und Instagram: Im Meta Ads Manager kannst Du aus sogenannten Custom Audiences – also z. B. Deinen Website-Besuchern, Newsletter-Abonnenten oder Käufern – Lookalike Audiences erstellen. Der Algorithmus analysiert die Merkmale dieser Nutzer und sucht dann nach Personen mit ähnlichem Profil. Besonders geeignet ist dieses Format für Produkte im B2C-Bereich, etwa im E-Commerce, im Lifestyle- oder Konsumgütersegment, funktioniert aber auch im B2B-Kontext. Du kannst zusätzlich einstellen, wie nah die neue Zielgruppe Deiner Original-Audience ähneln soll – von sehr spezifisch (1 %) bis deutlich breiter (10 %), und die Performance anschließend über Tests verschiedener Lookalike-Größen optimieren.
  • LinkedIn: Hier basieren Lookalike Audiences auf sogenannten Matched Audiences – also Datenquellen wie Website-Traffic, Unternehmens-E-Mail-Listen oder CRM-Importen. LinkedIn eignet sich besonders gut für B2B-Kampagnen, da Du auch Berufsbezeichnungen, Unternehmensgrößen oder Branchen gezielt ansprechen kannst. Die Erstellung erfolgt direkt im LinkedIn Campaign Manager und ist besonders wertvoll für die Skalierung bereits performanter Zielgruppen. Besonders wirkungsvoll sind Lookalike Audiences auf LinkedIn, wenn Du sie auf performante Matched Audiences aufbaust – z. B. Nutzer, die ein Whitepaper heruntergeladen oder ein Kontaktformular abgeschickt haben.
  • Google Ads: Google Ads: Früher waren hier die „Ähnlichen Zielgruppen“ (Similar Audiences) gängig, die sich aus bestehenden Remarketing-Listen ableiteten. Diese Funktion wurde inzwischen eingestellt. Heute setzt Google stärker auf KI-basierte Zielgruppenfunktionen wie „Optimierte Ausrichtung“ (z. B. im Display- und Video-Bereich) oder die automatischen Zielgruppensignale in Performance Max. Diese nutzen Signale aus verschiedenen Google-Produkten und Deinen eigenen Conversion-Daten, um passende neue Nutzer zu finden – auch wenn Du selbst keine klassische Lookalike Audience mehr erstellst.
  • TikTok: Auch TikTok bietet die Möglichkeit, Lookalike Audiences zu erstellen – auf Basis von Zielgruppenlisten, Pixel-Daten oder App-Events. Die Plattform eignet sich vor allem, wenn Du eine junge, kreative und mobilaffine Zielgruppe erreichen möchtest. Der TikTok Ads Manager erlaubt es Dir, verschiedene Grade der Ähnlichkeit zu wählen und so Deine Reichweite gezielt zu skalieren.

Ob B2B oder B2C, ob Google, Meta oder TikTok: Die Möglichkeit, Lookalike Audiences zu nutzen, ist ein mächtiges Tool im Performance Marketing – vorausgesetzt, Du weißt, welche Plattform sich für Deine Zielgruppe am besten eignet.

 

Lookalike Audience: Welche Rolle spielt der Datenschutz?

Beim Einsatz von Lookalike Audiences ist der Datenschutz nicht nur ein rechtliches Muss, sondern auch ein wichtiges Vertrauenselement im Verhältnis zu Deinen Kunden. Denn Du arbeitest mit sensiblen Nutzerdaten – und das setzt einen verantwortungsvollen Umgang voraus. Gerade in der EU mit der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) gelten strenge Regeln, die es zu beachten gilt. Verstöße können nicht nur zu rechtlichen Konsequenzen führen, sondern auch das Vertrauen Deiner Zielgruppe gefährden.

Damit Deine Lookalike-Kampagnen nicht zum Datenschutzrisiko werden, solltest Du folgende Punkte beachten:

  • Einwilligung erforderlich: Personenbezogene Daten wie E-Mail-Adressen oder Telefonnummern dürfen nur verwendet werden, wenn eine geeignete Rechtsgrundlage vorliegt. Häufig ist das eine Einwilligung, zum Beispiel über ein Double-Opt-in beim Newsletter, oder eine Einwilligung in Marketing-Cookies. Kläre im Zweifel mit Deinem Datenschutz-Team oder Deiner Rechtsberatung, welche Grundlage in Deinem Fall erforderlich ist.
  • Daten verschlüsseln: Kundendaten, die Du auf Plattformen wie Meta oder LinkedIn hochlädst, werden in der Regel automatisch vor der Übertragung gehasht, also in eine nicht direkt lesbare Form umgewandelt. Achte darauf, die von der Plattform empfohlenen Upload-Prozesse zu nutzen und keine unnötigen Datenfelder zu übertragen.
  • Transparenz wahren: Informiere in Deiner Datenschutzerklärung klar und verständlich, wie und zu welchem Zweck Du die Daten Deiner Nutzer verarbeitest – insbesondere im Zusammenhang mit zielgerichteter Werbung und Lookalike Audiences.
  • DSGVO-konforme Tools nutzen: Nutze nur Plattformen und Tools, die sich zur Einhaltung der europäischen Datenschutzstandards verpflichten. Achte dabei auch auf Speicherorte der Daten (z. B. EU-Server) und auf klare Auftragsverarbeitungsverträge.

Datenschutz ist kein Hindernis, sondern eine Voraussetzung für nachhaltiges Marketing. Wer hier sauber arbeitet, schafft die Grundlage für erfolgreiche und vertrauenswürdige Kampagnen mit Lookalike Audiences.

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Fazit

Lookalike Audiences gehören zu den wirkungsvollsten Zielgruppenstrategien im digitalen Marketing. Sie ermöglichen es Dir, Deine Reichweite zu skalieren, die Relevanz Deiner Kampagnen zu erhöhen und Streuverluste zu minimieren. Wichtig ist dabei ein verantwortungsvoller Umgang mit Nutzerdaten und ein solides Verständnis der Plattformmechaniken. Wer das beherrscht, macht aus bestehenden Kunden die perfekte Vorlage für neue Leads.