Cost-per-Click: Das musst Du im Marketing über Klickpreise wissen
Wie viel kostet Dich ein einzelner Klick auf Deine Anzeige? Genau darum geht es beim Cost-per-Click (CPC) – einer der wichtigsten Kennzahlen im ...
5 Min. Lesezeit
Sharon Geißler
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19.01.26 09:00
Wer Produkte online verkaufen möchte, kommt an Google Shopping Ads kaum vorbei. Die Produktsuche von Google ist für viele Nutzer die erste Anlaufstelle, wenn sie nach einem bestimmten Artikel suchen. Mit Google Shopping Anzeigen können Unternehmen ihre Produkte prominent platzieren – inklusive Bild, Preis, Versandinformationen und Kundenbewertungen. Doch was steckt genau dahinter, wie funktionieren diese Anzeigen, und wie setzt Du sie erfolgreich ein? Dieser Artikel gibt Dir einen umfassenden Überblick.
Google Shopping Ads sind spezielle Werbeanzeigen, die in der Google-Suche und auf anderen Google-Plattformen erscheinen, wenn Nutzer nach bestimmten Produkten suchen. Im Unterschied zu klassischen Textanzeigen enthalten sie visuelle Elemente wie Produktbilder, Preise, Shopnamen und Bewertungen. Dadurch heben sie sich deutlich von den übrigen Suchergebnissen ab und erzielen in der Regel eine höhere Klickrate.
Diese Werbeanzeigen basieren nicht auf selbst hinterlegten Keywords, sondern auf den Produktdaten, die Du im Google Merchant Center bzw. Merchant Center Next pflegst. Google gleicht diese Daten mit den tatsächlichen Suchanfragen und weiteren Nutzersignalen ab und entscheidet mithilfe von KI, welche Produkte in welcher Kombination eingeblendet werden.
Eine typische Google Shopping Anzeige besteht aus mehreren Bestandteilen, die dem Nutzer auf einen Blick wichtige Informationen liefern:
Versandkosten: Falls verfügbar, werden auch die Versandinformationen angezeigt.
Die Anzeigen erscheinen in einem horizontalen Karussell über den organischen Suchergebnissen oder in der Google Shopping-Registerkarte. Auch in Google-Bildern, YouTube oder auf Partnerseiten im Google Displaynetzwerk können sie eingeblendet werden.
Google Shopping Ads eignen sich grundsätzlich für alle Unternehmen, die physische Produkte verkaufen – sei es über einen eigenen Online-Shop oder in Kombination mit einem stationären Ladengeschäft. Besonders profitieren jedoch Branchen, in denen die Kaufentscheidung stark visuell geprägt ist oder bei denen der Preisvergleich eine zentrale Rolle spielt.
Diese Branchen profitieren besonders von Google Shopping Ads:
Google Shopping Ads bieten zahlreiche Vorteile, die sie zu einem der effektivsten Instrumente im E-Commerce machen. Die Anzeigen punkten nicht nur durch ihre prominente Darstellung, sondern auch durch ihre zielgerichtete Ausspielung an kaufbereite Nutzer.
Detaillierte Vorteile im Überblick:
Trotz aller Vorteile bringen Google Shopping Ads auch Herausforderungen mit sich. Besonders Neueinsteiger sollten sich dieser bewusst sein, um Fallstricke zu vermeiden.
Diese Nachteile solltest Du kennen:
Die Kosten für Google Shopping Ads richten sich nach dem Cost-per-Click-Prinzip (CPC). Das bedeutet: Du zahlst nur dann, wenn ein Nutzer tatsächlich auf Deine Anzeige klickt. Die genaue Höhe des CPCs wird über ein Auktionsverfahren bestimmt und hängt von verschiedenen Faktoren ab.
Diese Faktoren beeinflussen die Kosten:
Typischerweise liegen die CPCs im Shopping-Bereich heute grob zwischen 0,50 € und 2,00 €, je nach Branche, Wettbewerb und Zielmarkt; in stark nachgefragten Segmenten sind auch höhere Werte möglich.
Das Aufsetzen einer Google Shopping Kampagne erfordert einige Vorbereitungsschritte, ist aber mit der richtigen Anleitung umsetzbar. Hier erfährst Du Schritt für Schritt, wie Du Deine erste Kampagne startest:
1. Google Merchant Center einrichten
Erstelle ein Konto im Google Merchant Center genauer gesagt nutze die neue Oberfläche Merchant Center Next, auf die die meisten Händler inzwischen automatisch migriert wurden.
2. Produktdatenfeed erstellen und optimieren
Nutze Tools wie Google Sheets, DataFeedWatch oder eine Shopanbindung (z. B. bei Shopify oder WooCommerce), um Deinen Feed zu erstellen. Achte darauf, dass die Daten vollständig und korrekt sind. Aktualisiere den Feed regelmäßig, um Fehler und Sperrungen zu vermeiden.
3. Verknüpfung mit Google Ads
Verbinde Dein Merchant-Center-Konto mit Deinem Google Ads-Konto. So kannst Du die Produkte direkt für Anzeigen verwenden und Kampagnen erstellen.
4. Shopping-Kampagne erstellen
Erstelle in Google Ads eine neue Kampagne mit dem Ziel „Verkäufe“ und wähle in den meisten Fällen „Performance Max“ als Kampagnentyp, um Deine Produkte automatisiert über alle Google-Kanäle ausspielen zu lassen. Anschließend verknüpfst Du die Kampagne mit Deinem Merchant-Center-Konto, wählst die gewünschte Zielregion aus und legst fest, welche Produktfeeds bzw. Produktgruppen für diese Kampagne genutzt werden sollen.
Klassische Standard-Shopping-Kampagnen werden von Google zwar weiterhin unterstützt, sind aber zunehmend ein Spezialfall für Werbetreibende, die sehr granular manuell steuern möchten und auf einen Teil der Automatisierung von Performance Max bewusst verzichten.
5. Strukturierung in Anzeigengruppen und Produktgruppen
Teile Deine Produkte logisch in Gruppen ein – zum Beispiel nach Marken, Kategorien oder Preisen. So kannst Du gezielter bieten und die Performance besser analysieren.
6. Gebotsstrategie festlegen
Wähle eine passende Gebotsstrategie: In der Praxis setzen die meisten Konten heute auf automatisierte Smart-Bidding-Strategien wie „Ziel-ROAS“ oder „maximale Conversion-Werte“, bei denen Googles KI Gebote in Echtzeit anpasst. Manuelles CPC-Bieten spielt eher noch in Spezialfällen eine Rolle, etwa wenn Du sehr gezielt einzelne Produktgruppen oder Suchanfragen testen möchtest.
7. Budget und Zeitplan festlegen
Bestimme Dein Tagesbudget und ggf. den Zeitraum, in dem die Kampagne laufen soll. Gerade in der Startphase empfiehlt sich ein engmaschiges Monitoring.
8. Conversion-Tracking einrichten
Um zu wissen, welche Anzeigen zu Verkäufen führen, solltest Du ein sauberes Conversion-Tracking über Google Ads oder Google Analytics 4 (GA4) einrichten und die relevanten Zielhandlungen wie Käufe, Leads oder Warenkorbabbrüche messen. Nur mit belastbaren Conversion-Daten kann Smart Bidding in Shopping- und Performance-Max-Kampagnen Dein Budget wirklich effizient auf die profitabelsten Suchanfragen und Zielgruppen verteilen.
9. Kampagne überwachen und optimieren
Schaue regelmäßig in Deine Kampagnenberichte. Achte auf Klickrate, Conversion Rate, Kosten pro Conversion und ROAS. Optimiere Produkttexte, Bilder und Gebote kontinuierlich.
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Google Shopping Ads bieten enorme Möglichkeiten für alle, die Produkte online verkaufen möchten. Die Kombination aus Sichtbarkeit, Relevanz und Kaufbereitschaft der Nutzer macht sie zu einem effektiven Werkzeug im digitalen Marketing. Wer die Technik dahinter versteht und seinen Produktdatenfeed im Griff hat, kann mit Shopping-Anzeigen schnell sichtbare Erfolge erzielen.
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