Distart Blog | Wissenswertes rund um Online Marketing, Social Media & KI

Google Shopping Ads: Vorteile und Branchen | Distart

Geschrieben von Sharon Geißler | 19.01.26 08:00

Wer Produkte online verkaufen möchte, kommt an Google Shopping Ads kaum vorbei. Die Produktsuche von Google ist für viele Nutzer die erste Anlaufstelle, wenn sie nach einem bestimmten Artikel suchen. Mit Google Shopping Anzeigen können Unternehmen ihre Produkte prominent platzieren – inklusive Bild, Preis, Versandinformationen und Kundenbewertungen. Doch was steckt genau dahinter, wie funktionieren diese Anzeigen, und wie setzt Du sie erfolgreich ein? Dieser Artikel gibt Dir einen umfassenden Überblick.

Was sind Google Shopping Ads

Google Shopping Ads sind spezielle Werbeanzeigen, die in der Google-Suche und auf anderen Google-Plattformen erscheinen, wenn Nutzer nach bestimmten Produkten suchen. Im Unterschied zu klassischen Textanzeigen enthalten sie visuelle Elemente wie Produktbilder, Preise, Shopnamen und Bewertungen. Dadurch heben sie sich deutlich von den übrigen Suchergebnissen ab und erzielen in der Regel eine höhere Klickrate.

Diese Werbeanzeigen basieren nicht auf selbst hinterlegten Keywords, sondern auf den Produktdaten, die Du im Google Merchant Center bzw. Merchant Center Next pflegst. Google gleicht diese Daten mit den tatsächlichen Suchanfragen und weiteren Nutzersignalen ab und entscheidet mithilfe von KI, welche Produkte in welcher Kombination eingeblendet werden.​

 

Wie sind Google Shopping Ads aufgebaut?

Eine typische Google Shopping Anzeige besteht aus mehreren Bestandteilen, die dem Nutzer auf einen Blick wichtige Informationen liefern:

  • Produktbild: Das zentrale visuelle Element der Anzeige. Es zeigt den Artikel in hoher Auflösung und soll sofort Aufmerksamkeit erzeugen.
  • Produktname: Der Titel des Produkts, wie im Google Merchant Center angegeben. Er sollte präzise und suchmaschinenfreundlich formuliert sein.
  • Preis: Der aktuelle Preis des Produkts, inklusive eventueller Rabatte oder Sonderaktionen.
  • Shopname: Der Name des Online-Shops oder Anbieters.
  • Versandkosten: Falls verfügbar, werden auch die Versandinformationen angezeigt.

  • Bewertungen: Google kann auch Sternebewertungen und Rezensionen anzeigen, sofern sie vorhanden sind.

Die Anzeigen erscheinen in einem horizontalen Karussell über den organischen Suchergebnissen oder in der Google Shopping-Registerkarte. Auch in Google-Bildern, YouTube oder auf Partnerseiten im Google Displaynetzwerk können sie eingeblendet werden.

 

Für wen eignen sich Google Shopping Ads?

Google Shopping Ads eignen sich grundsätzlich für alle Unternehmen, die physische Produkte verkaufen – sei es über einen eigenen Online-Shop oder in Kombination mit einem stationären Ladengeschäft. Besonders profitieren jedoch Branchen, in denen die Kaufentscheidung stark visuell geprägt ist oder bei denen der Preisvergleich eine zentrale Rolle spielt.

Diese Branchen profitieren besonders von Google Shopping Ads:

  • Mode und Accessoires: Kleidung, Schuhe und Accessoires lassen sich visuell besonders ansprechend darstellen. Nutzer sehen sofort, ob Design und Stil ihren Vorstellungen entsprechen.
  • Elektronik und Haushaltsgeräte: Hier vergleichen Kunden häufig Preise und technische Spezifikationen. Shopping Ads bieten auf einen Blick alle nötigen Infos – von Produktbild bis Bewertung.
  • Beauty und Kosmetik: Marken und Produkte können mit attraktiven Bildern überzeugen, und Kundenbewertungen fördern das Vertrauen in unbekannte Marken.
  • Möbel und Wohnen: Visuelle Reize sind in dieser Branche entscheidend. Hochwertige Bilder in Shopping Ads wirken verkaufsfördernd und erleichtern die Produktauswahl.
  • Sport und Freizeit: Von Sportbekleidung bis zu Outdoor-Equipment – visuelle Produktsuchen führen oft direkt zu Shopping Ads.
  • Lebensmittel und Drogerieartikel: Auch im schnelllebigen Konsumgüterbereich ermöglichen Shopping Ads einfache Preisvergleiche und Sichtbarkeit in einem umkämpften Markt.

 

Vorteile von Google Shopping Ads

Google Shopping Ads bieten zahlreiche Vorteile, die sie zu einem der effektivsten Instrumente im E-Commerce machen. Die Anzeigen punkten nicht nur durch ihre prominente Darstellung, sondern auch durch ihre zielgerichtete Ausspielung an kaufbereite Nutzer.


Detaillierte Vorteile im Überblick:

  • Hohe Sichtbarkeit: Google Shopping Anzeigen erscheinen ganz oben in den Suchergebnissen und bieten durch ihre visuelle Darstellung eine deutlich höhere Aufmerksamkeit als reine Textanzeigen.
  • Höhere Klickraten: Nutzer sehen bereits vor dem Klick das Produktbild, den Preis und oft auch Bewertungen – das schafft Vertrauen und erhöht die Bereitschaft zum Klick.
  • Qualifizierter Traffic: Da potenzielle Käufer alle wichtigen Informationen vorab erhalten, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie nach dem Klick auch konvertieren. Dadurch entsteht ein besonders effizienter Traffic.
  • Automatisierte Ausspielung: Anders als bei klassischen Suchanzeigen werden Shopping Ads nicht über Keywords gesteuert. Stattdessen entscheidet Google anhand der Produktdaten, wann und wo die Anzeigen ausgespielt werden. Das reduziert den manuellen Aufwand.
  • Präsenz auf mehreren Plattformen: Die Anzeigen erscheinen nicht nur in der Google-Suche, sondern auch auf Google Shopping, YouTube, Google Bilder sowie im Displaynetzwerk – das erhöht die Reichweite deutlich.


Nachteile von Google Shopping Ads

Trotz aller Vorteile bringen Google Shopping Ads auch Herausforderungen mit sich. Besonders Neueinsteiger sollten sich dieser bewusst sein, um Fallstricke zu vermeiden.

Diese Nachteile solltest Du kennen:

  • Starker Wettbewerb: Beliebte Produktkategorien – wie etwa Elektronik oder Mode – sind hart umkämpft. Hier konkurrieren viele Anbieter um dieselben Positionen, was zu höheren Kosten führen kann.
  • Aufwendige Datenpflege: Der Erfolg Deiner Kampagne steht und fällt mit der Qualität des Produktdatenfeeds. Falsche, veraltete oder unvollständige Angaben führen schnell zur Ablehnung der Produkte oder schlechter Performance.
  • Eingeschränkte Kontrolle über Anzeigentexte: Die Inhalte der Anzeigen lassen sich nicht individuell formulieren. Sie basieren vollständig auf den Angaben im Datenfeed.
  • Kostenfaktor: Je nach Branche und Wettbewerb können sich die Kosten pro Klick schnell summieren. Gerade bei geringer Conversion Rate kann das zu einem ineffizienten Budgeteinsatz führen.


Was kosten Google Shopping Ads?


Die Kosten für Google Shopping Ads richten sich nach dem Cost-per-Click-Prinzip (CPC). Das bedeutet: Du zahlst nur dann, wenn ein Nutzer tatsächlich auf Deine Anzeige klickt. Die genaue Höhe des CPCs wird über ein Auktionsverfahren bestimmt und hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Diese Faktoren beeinflussen die Kosten:

  • Wettbewerb in der Branche: Je mehr Anbieter für ein ähnliches Produkt werben, desto höher sind die Klickpreise. In hart umkämpften Bereichen wie Elektronik oder Mode steigen die CPCs schnell über 1,00 €.
  • Produktdatenqualität: Relevante, gut strukturierte und aktuelle Daten führen zu besseren Anzeigenplatzierungen – oft zu niedrigeren Kosten.
  • Gebotsstrategie: Du kannst manuell CPCs festlegen oder automatische Strategien wie Ziel-ROAS (Return on Ad Spend) oder maximale Conversion-Anzahl nutzen.
  • Anzeigenqualität: Google bewertet auch die Performance Deiner bisherigen Anzeigen – hohe Klickraten und Conversion Rates können Deine Kosten senken.

Typischerweise liegen die CPCs im Shopping-Bereich heute grob zwischen 0,50 € und 2,00 €, je nach Branche, Wettbewerb und Zielmarkt; in stark nachgefragten Segmenten sind auch höhere Werte möglich.

 

Google Ads Shopping Kampagne aufsetzen

Das Aufsetzen einer Google Shopping Kampagne erfordert einige Vorbereitungsschritte, ist aber mit der richtigen Anleitung umsetzbar. Hier erfährst Du Schritt für Schritt, wie Du Deine erste Kampagne startest:

1. Google Merchant Center einrichten
Erstelle ein Konto im Google Merchant Center genauer gesagt nutze die neue Oberfläche Merchant Center Next, auf die die meisten Händler inzwischen automatisch migriert wurden.

2. Produktdatenfeed erstellen und optimieren
Nutze Tools wie Google Sheets, DataFeedWatch oder eine Shopanbindung (z. B. bei Shopify oder WooCommerce), um Deinen Feed zu erstellen. Achte darauf, dass die Daten vollständig und korrekt sind. Aktualisiere den Feed regelmäßig, um Fehler und Sperrungen zu vermeiden.

3. Verknüpfung mit Google Ads
Verbinde Dein Merchant-Center-Konto mit Deinem Google Ads-Konto. So kannst Du die Produkte direkt für Anzeigen verwenden und Kampagnen erstellen.

4. Shopping-Kampagne erstellen
Erstelle in Google Ads eine neue Kampagne mit dem Ziel „Verkäufe“ und wähle in den meisten Fällen „Performance Max“ als Kampagnentyp, um Deine Produkte automatisiert über alle Google-Kanäle ausspielen zu lassen. Anschließend verknüpfst Du die Kampagne mit Deinem Merchant-Center-Konto, wählst die gewünschte Zielregion aus und legst fest, welche Produktfeeds bzw. Produktgruppen für diese Kampagne genutzt werden sollen.
Klassische Standard-Shopping-Kampagnen werden von Google zwar weiterhin unterstützt, sind aber zunehmend ein Spezialfall für Werbetreibende, die sehr granular manuell steuern möchten und auf einen Teil der Automatisierung von Performance Max bewusst verzichten.

5. Strukturierung in Anzeigengruppen und Produktgruppen
Teile Deine Produkte logisch in Gruppen ein – zum Beispiel nach Marken, Kategorien oder Preisen. So kannst Du gezielter bieten und die Performance besser analysieren.

6. Gebotsstrategie festlegen
Wähle eine passende Gebotsstrategie: In der Praxis setzen die meisten Konten heute auf automatisierte Smart-Bidding-Strategien wie „Ziel-ROAS“ oder „maximale Conversion-Werte“, bei denen Googles KI Gebote in Echtzeit anpasst. Manuelles CPC-Bieten spielt eher noch in Spezialfällen eine Rolle, etwa wenn Du sehr gezielt einzelne Produktgruppen oder Suchanfragen testen möchtest.

7. Budget und Zeitplan festlegen
Bestimme Dein Tagesbudget und ggf. den Zeitraum, in dem die Kampagne laufen soll. Gerade in der Startphase empfiehlt sich ein engmaschiges Monitoring.

8. Conversion-Tracking einrichten
Um zu wissen, welche Anzeigen zu Verkäufen führen, solltest Du ein sauberes Conversion-Tracking über Google Ads oder Google Analytics 4 (GA4) einrichten und die relevanten Zielhandlungen wie Käufe, Leads oder Warenkorbabbrüche messen. Nur mit belastbaren Conversion-Daten kann Smart Bidding in Shopping- und Performance-Max-Kampagnen Dein Budget wirklich effizient auf die profitabelsten Suchanfragen und Zielgruppen verteilen.​

9. Kampagne überwachen und optimieren
Schaue regelmäßig in Deine Kampagnenberichte. Achte auf Klickrate, Conversion Rate, Kosten pro Conversion und ROAS. Optimiere Produkttexte, Bilder und Gebote kontinuierlich.

Starte Deine Weiterbildung im Bereich SEA

Du willst verstehen, wie Google Ads wirklich funktionieren? In unserer praxisnahen Weiterbildung zum SEA-Experten lernst Du, wie Du Google Shopping Ads professionell aufsetzt, optimierst und gezielt zur Umsatzsteigerung einsetzt. Das Beste: Die Weiterbildung ist staatlich gefördert – bis zu 100 %.

Vereinbare hier Dein kostenloses Erstgespräch

Fazit

Google Shopping Ads bieten enorme Möglichkeiten für alle, die Produkte online verkaufen möchten. Die Kombination aus Sichtbarkeit, Relevanz und Kaufbereitschaft der Nutzer macht sie zu einem effektiven Werkzeug im digitalen Marketing. Wer die Technik dahinter versteht und seinen Produktdatenfeed im Griff hat, kann mit Shopping-Anzeigen schnell sichtbare Erfolge erzielen.